Ziele und Visionen

In Bezug auf Ziele und Visionen geht es uns darum die Arbeitsfelder, in welchen wir in der Offenen Jugendarbeit arbeiten, im Sinne der Jugend und der Gesellschaft zu gestalten. Dabei sollten direkte Brücken geschaffen und fruchtbare Begegnungen inszeniert werden. Stets daran interessiert, was die Jugend empfindet und wie sie ihre Welt erfährt, versuchen wir die Bedürfnisse der Jugend Vorort zu erfassen und diese dann dem Träger kundzutun. Im Austausch mit dem jeweiligen Träger und den Jugendgruppen versuchen wir lösungsorientiert zu arbeiten und entsprechende Konzepte zu finden, welche allen Parteien möglichst gerecht werden.

Über Jahre hinweg, in verschiedensten Arbeitsbereichen, haben unsere Mitarbeiter Erfahrungen gesammelt und sammeln diese in jedem Dienst, den sie ausführen. Sie waren immer ganz nah an der Jugend dran, haben Kontakt geschlossen und Beziehungen zu Jugendlichen und Jugendgruppen aus verschiedensten Orten und den verschiedensten Schichten aufgebaut. So kommt ein Erfahrungsschatz zusammen, welcher durch unsere Tätigkeiten stets wächst und aktualisiert wird. Daraus erwachsen unsere Konzepte in den verschieden Bereichen, in welchen wir tätig sind und werden wollen.

Unsere Konzepte haben mehrschichtige, klar definierte Ziele. Zunächst einmal setzen wir auf langfristige Zusammenarbeit. Hier geht es ja um Kontakt und Beziehungsarbeit und darüber hinaus um Gruppendynamische Prozesse. Es geht um die Erschaffung oder Bestimmung von JugendRaum, Orte und Plätze und die Möglichkeiten für die Jugend und junge Heranwachsende in ihrer Freizeit. Durch das Projekt JugendRaum soll für beide Seiten, Jugendliche und Erwachsene, Annehmbares und vor allem langfristig Effektives realisieren.

Effektiv ist es, wenn wir auf unsere Erfahrungen zurückgreifen, der Jugend nicht nur einfach etwas hinzustellen. Ideal ist es, schon im Vorfeld mit entsprechend ausgebildetem Personal zu erforschen und analysieren, was die Jugend des Ortes oder der Region eigentlich will. Im nächsten Schritt, dem Planen, sollte man die Jugend gleich voll mit einbinden. Nicht jeder Ort ist gleich und was in dem einen funktioniert, bringt im anderen eventuell kein Ergebnis. Bei Orten ab 5.000 Einwohnern wäre es aus unserer Sicht immer von Vorteil ein wenig mehr zu tun, als ein Jugendzentrum zu eröffnen. Bei Orten in dieser Größenordnung und größer könnte schon eine Art der aufsuchenden Jugendarbeit interessant werden. Und nicht nur das.

Integration, Partizipation ist ein so wichtiger Bestandteil effektiver Jugendarbeit. Und wir haben festgestellt, dass Jugendliche sehr wohl etwas zu Stande bringen. Natürlich brauchen sie Anleitung und Unterstützung. Das muss auch immer zugestanden werden und kann bei entsprechendem Personal auch abgedeckt werden. Aber dann ist vieles möglich. Auch dass eine Jugendgruppe ihr Jugendzentrum selbst renoviert und dieses Instand hält, auch mal umgestaltet oder neu gestaltet. Möglich auch, dass eine solche Jugendgruppe bei öffentlichen Veranstaltungen aktiv wird, selbst ein solches Fest organisiert. Überhaupt sollte eine Jugendgruppe, welche als solche funktioniert, Gelegenheiten bekommen, wo sie Verantwortung in ihrem Rahmen übernehmen kann. Gestützt durch Fachpersonal, welches die Jugendlichen begleitet. Schon in der "Grundsteinlegung" arbeiten wir so, dass wir zunächst Kontakt zu den Jugendlichen aufnehmen und diese nach und nach offen befragen. Wir achten auch darauf, die Denker der Gruppen zu organisieren, sie in Teamsitzungen zu entsprechenden Runden zusammenzuführen, um dort die Interessen der verschiedenen Gruppen im Ort aufgreifen zu können. Ortsverbundenheit wird somit auch geschaffen, Politik und politisches Denken näher gebracht. Und indem man gruppendynamisch arbeitet, erfährt man die wahren Bedürfnisse und die konkreten Wünsche der Jugend. So kommen dann Projekte zusammen, welche eben diesen Wünschen und den Bedürfnissen der Jugend Vorort entsprechen.

Ein weiterer Meilenstein im JugendRaum sind Aktionen und Projekte. Ein Mittel um Gruppendynamik zu fördern, und eine große Möglichkeit für Lernfelder für die Jugend und die jungen Heranwachsenden. Diese sollten in der Gruppe erarbeitet, gemeinsam ausgearbeitet, geplant und umgesetzt werden. Im besten Fall findet sich ein Projekt auf der Metapher zu den Stärken und Schwächen der Gruppen. Es geht auch darum, dass der Pädagoge in der Aktion oder dem Projekt zum Teil der Gruppe wird. So wird es sich ergeben, dass sich die Jugendlichen ihm gegenüber öffnen und ihn an ihrem Alltag teilhaben lassen. Dann sind sie auch bereit die wahren Sorgen und Probleme, welche sie erleben, mitzuteilen. Die aufkommenden Themen werden zum Teil in Vieraugengesprächen oder auch in der Gruppe aufgearbeitet. So werden Möglichkeiten sichtbar, den Problemen der Jugendgruppen zu begegnen. Dazu sind in den Aktionen und Projekten, wenn sie entsprechend angelegt sind, Herausforderungen und haben einige Lernfelder. Das begleitende Fachpersonal bindet die Jugendlichen und jungen Heranwachsenden je nach ihren Möglichkeiten ein. Projekte haben dann oft einen gewissen erlebnispädagogischen Aspekt. Wobei es ein direktes erlebnispädagogisches Projekt angepasst an die Bedürfnisse geben kann.

Das größte Problem auf unserer Seite sind die meist unzureichenden finanziellen Ressourcen. Dabei wäre es oft gar nicht soviel, was man bräuchte, wenn man es mit Zahlen vergleicht, die uns sonst in Bezug auf Wirtschaft, Staats- und Gemeindekassen um die Ohren fliegen. Und hier geht es um langfristige Anlagen zum Wohle der Jugend, bzw. der ganzen Gesellschaft. Wir würden uns freuen, wenn sich mehr und mehr Träger, ob Gemeinden oder Land, Firmen oder sonstige Sponsoren und Gönner finden lassen, welche einen solchen pädagogischen Arbeitsansatz entsprechend fördern würden.

Gerne können Sie sich mit uns austauschen um Entsprechendes im Thema JugendRaum anzugehen.